Prag Metro-Plan 2026: Karte, Tickets & Preise
Zuletzt aktualisiert: 12. Juli 2026
Zuletzt aktualisiert: 12. Juli 2026
Aktuelle Störungsmeldungen
Hinweis zum Nachtbetrieb (Stand: Juli 2026): Die Prager Metro fährt täglich von etwa 05:00 bis 24:00 Uhr – nachts fährt sie nicht. Zwischen Mitternacht und rund 04:30 Uhr übernehmen die Nacht-Straßenbahnen 91-99 (30-Minuten-Takt, zentraler Umstieg an der Haltestelle Lazarská) sowie die Nachtbusse 901-917. Es gilt der reguläre PID-Tarif ohne Nachtzuschlag.
Aktuelle Störungs- und Servicemeldungen: DPP-Fahrgastinformation · Verbund-Auskunft über das PID-Portal.
Der Prag Metro-Plan zeigt ein übersichtliches, für Reisende leicht lesbares Netz: drei Linien, 65,4 Kilometer, 61 Stationen. Hier sehen Sie den offiziellen Netzplan als zoombares PDF – dazu alle Linien, die aktuellen Ticketpreise 2026, Betriebszeiten und die Anbindung des Flughafens Václav Havel.
Inhaltsverzeichnis
Die Prager Metro ist ein vergleichsweise junges System, das rasant gewachsen ist: Der erste Abschnitt der Linie C ging am 9. Mai 1974 zwischen Kačerov und Sokolovská mit neun Stationen in Betrieb. Es folgten die Linie A am 12. August 1978 und die Linie B am 2. November 1985. Heute ist die U-Bahn Prag das Rückgrat des öffentlichen Nahverkehrs der Stadt.
Betreiber ist der Dopravní podnik hl. m. Prahy (DPP), der städtische Verkehrsbetrieb Prags. Tarife und Tickets laufen über den Verkehrsverbund PID – Pražská integrovaná doprava, der Metro, Straßenbahn und Bus unter einem gemeinsamen Ticket bündelt.
Das Netz umfasst 65,4 Kilometer und 61 Stationen auf drei Linien. Wo Sie im Prag Metro-Plan abweichende Zahlen finden (etwa „57″ oder „58 Stationen“), sind das andere Zählweisen: Der DPP zählt die drei Umsteigebahnhöfe je Linie separat und kommt so auf 61; physisch eigenständig sind 58 Stationen. Von den 61 Zugängen sind 48 barrierefrei. Über alle Linien nutzen rund eine Million Fahrgäste die Metro pro Tag – im gesamten Jahr 2025 waren es 369,695 Millionen Fahrgäste (Stand: 31. Dezember 2025).
Eine Systembesonderheit fällt schon am Eingang auf: Die Prager Metro ist ein offenes System ohne Drehkreuze. Sie entwerten Ihr Ticket vor der Rolltreppe an einem Automaten oder halten kontaktlos Ihre Bankkarte an den Leser – kontrolliert wird stichprobenartig.
Der Prag Metro-Plan bildet drei Linien ab; eine vierte ist im Bau (siehe unten). Farben und Endpunkte:
Die drei Linien treffen sich in einem Umsteigedreieck: An der Station Můstek kreuzen sich A und B, an Muzeum A und C, an Florenc B und C. An den Termini und Streckenverläufen der Linien A, B und C hat sich seit der letzten Verlängerung der Linie A bis Nemocnice Motol (2015) nichts geändert.
Prag zählte 2025 rund 8,27 Millionen Besucher (ein Plus von 3 Prozent gegenüber dem Vorjahr) – für die meisten ist die Metro das schnellste Mittel, um Bahnhof, Altstadt und die wichtigsten Sehenswürdigkeiten zu verbinden. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten liegen an den drei Linien:
Zum Flughafen Václav Havel gibt es keinen Metro-Direktanschluss. Die schnellste Verbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist der Trolleybus 59: Er fährt von Terminal 1 und 2 in rund 15 Minuten zur Station Nádraží Veleslavín an der Metro-Linie A. Der Trolleybus 59 hat am 6. März 2024 die frühere Buslinie 119 abgelöst.
Alternativ bringt Sie der Bus 100 in etwa 18 Minuten nach Zličín (Linie B). Der kostenpflichtige Airport Express fährt in rund 40 Minuten zum Hauptbahnhof Praha hlavní nádraží (Linie C) – dafür gilt allerdings ein eigenes Ticket, reguläre PID-Fahrscheine sind an Bord nicht gültig.
Prag nutzt ein Zeitticket-System: Ein Fahrschein gilt für eine bestimmte Zeitspanne für beliebig viele Umstiege zwischen Metro, Straßenbahn und Bus. Zum 1. Januar 2026 hat der Verbund einen neuen PID-Tarif eingeführt; dabei ist das digitale Ticket über die App etwas günstiger als das Papierticket. Die wichtigsten Prag Metro Tickets im Überblick (Papierpreis / App-Preis):
| Ticket | Preis (Papier / App) | Ticket buchen |
|---|---|---|
| 30-Minuten-Ticket | 39 CZK / 36 CZK (ca. 1,61 / 1,48 €) | Android · iOS |
| 90-Minuten-Ticket | 50 CZK / 46 CZK (ca. 2,06 / 1,90 €) | Android · iOS |
| 24-Stunden-Ticket | 150 CZK / 140 CZK (ca. 6,19 / 5,77 €) | Android · iOS |
| 72-Stunden-Ticket | 350 CZK / 340 CZK (ca. 14,43 / 14,02 €) | Android · iOS |
| Monatskarte Prag | 550 CZK (ca. 22,68 €) | Vor Ort erhältlich |
Preise Stand: Juli 2026 (neuer PID-Tarif ab 01.01.2026); Quelle: DPP-Preisliste und pid.cz. EUR-Werte umgerechnet zum ČNB-Kurs 1 EUR = 24,250 CZK (Stand 10.07.2026), daher „ca.“. Kinder bis 15 Jahre und Senioren ab 65 Jahren fahren in Prag kostenlos (mit Altersnachweis); 60- bis 65-Jährige zahlen den halben Tarif. Kaufweg: offizielle App „PID Lítačka“ (Herausgeber: Stadt Prag) oder Automaten und Schalter in den Stationen.
Einen ausführlichen Praxis-Guide zu Tickets, Preisen und Bußgeldern gibt es (auf Englisch) in diesem Video:
Bezahlen können Sie in der App PID Lítačka per Bankkarte, Apple Pay oder Google Pay. An den Metro-Eingängen zahlen Sie außerdem kontaktlos direkt am Leser (Open Payment) mit Bankkarte oder Smartphone – ein separates Ticket ist dann nicht nötig.
Wer ohne gültigen Fahrschein fährt, zahlt eine Strafe von 1.200 CZK vor Ort (bei späterer Zahlung steigt sie auf bis zu 2.000 CZK). Das SMS-Ticket ist der teuerste Weg (30 Minuten 42 CZK, 90 Minuten 55 CZK) und funktioniert nur mit einer tschechischen Mobilnummer.
Alle drei Linien fahren täglich von etwa 05:00 bis 24:00 Uhr. In der Hauptverkehrszeit kommen die Züge alle zwei bis vier Minuten, außerhalb der Stoßzeiten alle fünf bis zehn Minuten – Wartezeiten sind also selten ein Thema.
Einen eigenen Metro-Nachtbetrieb gibt es nicht. Zwischen Mitternacht und rund 04:30 Uhr übernimmt das Nachtnetz: die Nacht-Straßenbahnen 91-99 im 30-Minuten-Takt mit zentralem Umstieg an der Haltestelle Lazarská, dazu die Nachtbusse 901-917 und Regionalbusse 951-960. Es gilt der reguläre PID-Tarif, einen Nachtzuschlag gibt es nicht.
Das Netz wächst weiter: Mit der Linie D (blau) entsteht die vierte Prager Metrolinie. Sie soll Náměstí Míru mit dem Depot Písnice verbinden – 10,6 Kilometer, 10 Stationen, vollautomatisch und fahrerlos, mit Bahnsteigtüren.
Der erste Bauabschnitt Pankrác-Olbrachtova ist baulich weit fortgeschritten; der Hauptbau des zweiten Abschnitts Olbrachtova-Nové Dvory (drei neue Stationen) startete im Juni 2026 und ist auf 72 Monate angesetzt. Errichtet wird die Strecke von einem Konsortium aus Subterra, HOCHTIEF CZ, HOCHTIEF Infrastructure und BeMo Tunneling für rund 29,99 Milliarden CZK (ohne Mehrwertsteuer). Den ersten Betriebsabschnitt Pankrác-Nové Dvory nennt der DPP für das zweite Halbjahr 2032 (Stand der Pressemitteilung: 19. Juni 2026); der Vollausbau bis Náměstí Míru und Písnice folgt später, ein festes Datum nennt der Betreiber dafür noch nicht (in Medien wird ~2036 kolportiert).
Planen Sie für Ihren Besuch also weiterhin mit den drei bestehenden Linien.
Fun Fact: Die Station Náměstí Míru auf der Linie A ist mit rund 53 Metern die tiefste Metrostation Prags. Ihre Rolltreppe ist laut Angaben mit 87 Metern die längste in der gesamten Europäischen Union: Sie überwindet 43,5 Höhenmeter über 533 Stufen, die Fahrt dauert 2 Minuten und 21 Sekunden. Wer hier ein- oder aussteigt, absolviert damit ganz nebenbei die längste Rolltreppenfahrt der EU.
Das 30-Minuten-Ticket kostet 39 CZK (App 36 CZK), das 90-Minuten-Ticket 50 CZK (App 46 CZK) – umgerechnet rund 1,61 bzw. 2,06 €. Ein 24-Stunden-Ticket liegt bei 150 CZK (ca. 6,19 €). Kinder bis 15 und Senioren ab 65 fahren kostenlos. Stand: Juli 2026.
Sie kaufen Ihr Ticket über die offizielle App PID Lítačka (per Bankkarte, Apple Pay oder Google Pay) oder an Automaten und Schaltern. An den Metro-Eingängen können Sie außerdem kontaktlos mit Bankkarte oder Smartphone direkt am Leser bezahlen. Ein Papierticket entwerten Sie vor der Rolltreppe am Automaten.
Fahrkarten gibt es an den Ticketautomaten und Schaltern in den Stationen sowie digital in der App PID Lítačka (Herausgeber ist die Stadt Prag, verfügbar für Android und iOS). Für das kontaktlose Bezahlen am Leser brauchen Sie nur eine Bankkarte oder ein Smartphone.
Ja. Kinder bis einschließlich 15 Jahre und Senioren ab 65 Jahren fahren in Prag kostenlos, jeweils mit Altersnachweis. Personen zwischen 60 und 65 Jahren zahlen den halben Tarif (ein 24-Stunden-Ticket kostet für sie 75 CZK).
Die Prager Metro hat drei Linien: A (grün), B (gelb) und C (rot), mit insgesamt 61 Stationen auf 65,4 Kilometern. Sie treffen sich im Umsteigedreieck Můstek (A/B), Muzeum (A/C) und Florenc (B/C). Eine vierte, fahrerlose Linie D (blau) ist im Bau.
Den offiziellen Prag Metro-Plan finden Sie oben auf dieser Seite als zoombares PDF zum Download. Er stammt aus dem offiziellen Orientierungsplan des Verkehrsbetriebs DPP und ist sprachneutral gehalten, also ohne Übersetzung nutzbar.
Die tiefste Station ist Náměstí Míru mit rund 53 Metern. Ihre Rolltreppe gilt laut Angaben mit 87 Metern Länge als die längste in der Europäischen Union – die Fahrt über 533 Stufen dauert gut zwei Minuten.
Einen direkten Metro-Anschluss zum Flughafen Václav Havel gibt es nicht. Am schnellsten fahren Sie mit dem Trolleybus 59 von Terminal 1 und 2 in rund 15 Minuten zur Station Nádraží Veleslavín an der Metro-Linie A. Alternativ bringt Sie der Bus 100 in etwa 18 Minuten nach Zličín an der Linie B.
Den Prag Metro-Plan finden Sie oben auf dieser Seite als zoombares PDF zum Download. Weitere Metro-Ratgeber gibt es zum Beispiel für die U-Bahn-Plan Wien, die Budapest Metro Map, den Metro Madrid Plan und den Mailand Metro Plan – oder in der Übersicht aller Städte.




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