U-Bahn-Plan Berlin 2026 – Karte, Tickets & Preise

Zuletzt aktualisiert: 21. Oktober 2026

U-Bahn-Plan Berlin – Das Streckennetz

Mit einer Tages-Linienlänge von 155,4 Kilometern und derzeit 175 Bahnhöfen verfügt Berlin über das größte U-Bahn-Netz Deutschlands. Das seit dem Jahr 1902 in Nutzung befindliche Berliner U-Bahn-Streckennetz steht unter der Schirmherrschaft der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) und verzeichnet auf seinen derzeit neun Linien jährlich mehrere Hundert Millionen Fahrgastfahrten. Alleine im Jahr 2025 meldete die BVG 556,4 Millionen U-Bahn-Fahrgastfahrten; 2024 waren die Linien U7, U8 und U6 an Werktagen besonders stark frequentiert.

Wie in vielen anderen internationalen Großstädten sind die U-Bahn-Linien in Berlin seit einer Umbenennung im Jahr 1984 auf dem U-Bahn-Fahrplan eindeutig an dem vorangestellten „U“ zu erkennen. Damit grenzen sie sich deutlich vom S-Bahn-, Bus- und Tramnetz ab. Nicht verwechseln sollte man das Streckennetz der Berliner U-Bahn mit den Linien der Metrotram, denen ein großes „M“ vorangestellt ist.

Die Berliner U-Bahn-Linien in der Übersicht

  • U1 (montags bis freitags Uhlandstraße bis Nollendorfplatz; am Wochenende bis Warschauer Straße)
  • U2 (Pankow – Ruhleben)
  • U3 (Warschauer Straße bis Krumme Lanke)
  • U4 (Nollendorfplatz – Innsbrucker Platz)
  • U5 (Hauptbahnhof bis Hönow; der frühere U55-Abschnitt Hauptbahnhof bis Brandenburger Tor ist seit 4. Dezember 2020 Teil der U5)
  • U6 (derzeit Kurt-Schumacher-Platz bis Alt-Mariendorf; Ersatzverkehr bis Alt-Tegel)
  • U7 (Rathaus Spandau – Rudow)
  • U8 (Wittenau – Hermannstraße)
  • U9 (Rathaus Steglitz – Osloer Straße)

Informationen für Touristen zum U-Bahn-Plan in Berlin

Berlin hat sich spätestens seit dem Beginn des neuen Jahrtausends zu einem Hot-Spot für Touristen aus dem In- und Ausland gemausert. Alleine zwischen 2010 und 2015 kletterte die Anzahl der Hauptstadtbesucher von rund 9 Millionen um 40 Prozent auf deutlich über 12 Millionen. Im Jahr 2025 wurden rund 12,4 Millionen Gäste in Berliner Beherbergungsbetrieben gezählt. Auch das Berliner U-Bahn-Netz ist für Besucher bedeutsam, da viele Sehenswürdigkeiten mehrere Kilometer auseinander liegen.

Wahrzeichen wie das Brandenburger Tor, die Museumsinsel und der Reichstag lassen sich nämlich bequem mit der U-Bahn erreichen. Damit müssen sich auch viele Besucher mit dem U-Bahn-Plan in Berlin auseinandersetzen. Wie in jeder größeren Stadt mit weit ausgebautem U-Bahn-Netz stellt sich für Auswärtige jedoch immer die Frage, welches U-Bahn-Ticket zu welchem Preis das richtige ist.

Berlin U-Bahn Tickets & Preise

Während sich der öffentliche Personennahverkehr in vielen anderen Städten aus verschiedenen unabhängigen Ticketsystemen zusammensetzt und damit insbesondere unter Touristen Verwirrung stiftet, wird dies in der Bundeshauptstadt deutlich einfacher gehandhabt. Wer in Berlin ein U-Bahn-Ticket löst, kann zusätzlich alle anderen Verkehrsmittel im Verkehrsbund Berlin Brandenburg (VBB) nutzen. Dazu zählen neben U-Bahnen auch S-Bahnen, Busse, Straßenbahnen, Fähren und Regionalzüge.

Der letztendliche Ticketpreis richtet sich dabei nach der Gültigkeitsdauer und der gewählten Tarifzone. Grundsätzlich unterscheidet man in Berlin zwischen drei Tarifzonen. Diese ergeben sich aus den drei Teilbereichen, in die das ÖPNV-Netz unterteilt ist. Während der Teilbereich A die Innenstadt inklusive den S-Bahn-Ring umfasst, erstreckt sich der Teilbereich B von dort an bis hin zur Stadtgrenze. Außerhalb der Stadtgrenze dehnt sich in einem Umkreis von ca. 15 Kilometern der Teilbereich C aus, der auch Fahrten bis und innerhalb Potsdams miteinschließt. Wer in Berlin ein U-Bahn-Ticket kaufen möchte, hat es allerdings einfach, da es lediglich drei mögliche Tarifzonen-Kombinationen gibt.

Die drei Standardtickets

  • AB Ticket – ganz Berlin (für die meisten Touristen empfohlen)
  • ABC Ticket – ganz Berlin und Umgebung
  • BC Ticket – nicht gültig im Innenstadt-Bereich

Ein klassischer Einzelfahrausweis gilt richtungsgebunden für zwei Stunden. Damit ist also auch der Umstieg in gleicher Richtung möglich. Ausgeschlossen sind hingegen Rundfahrten und die Rückfahrt in Richtung des Ausgangspunktes. Für Touristen, die mehrere Tage in der Stadt bleiben möchten, empfiehlt sich die „WelcomeCard“, welche die uneingeschränkte Nutzung des U-Bahn-Netzes ermöglicht. Dieses spezielle Ticket wird in Gültigkeitszeiträumen von 48 Stunden bis 6 Tagen angeboten. Zusätzlich bekommt man damit Boni und Rabatte wie beispielsweise vergünstigten Eintritt für Museen.

Die wichtigsten U-Bahn-Tickets in Berlin

TicketPreisTicket buchen
Einzelfahrscheinab 4,00 Eurozum Ticket
BVG Fahrinfo für Android · BVG Fahrinfo für iOS
Einzelfahrschein (ermäßigt)ab 2,50 Eurozum Ticket
BVG Fahrinfo für Android · BVG Fahrinfo für iOS
24-Stunden-Karteab 11,20 Eurozum Ticket
BVG Fahrinfo für Android · BVG Fahrinfo für iOS
24-Stunden-Karte (ermäßigt)ab 7,40 Eurozum Ticket
BVG Fahrinfo für Android · BVG Fahrinfo für iOS
24-Stunden-Karte Kleingruppeab 35,30 Eurozum Ticket
BVG Fahrinfo für Android · BVG Fahrinfo für iOS
Berlin WelcomeCardab 28,50 Eurozum Ticket
BVG Fahrinfo für Android · BVG Fahrinfo für iOS
Berlin CityTourCardab 23,80 Eurozum Ticket
BVG Fahrinfo für Android · BVG Fahrinfo für iOS
U-Bahn Berlin

Die Ticketautomaten befinden sich in Berlin meist an den Bahnhöfen. Entwertet werden Papierfahrscheine vor der Fahrt an den Entwertern auf den Bahnsteigen. Alternativ ist die „WelcomeCard“ als Printticket verfügbar und kann somit bereits im Vorfeld ausgedruckt werden.

Allerdings sind namentlich ausgestellte Print@Home-Tickets in der U-Bahn nur mit einem amtlichen Lichtbildausweis gültig. Wer möchte, kann auch die „BVG Fahrinfo“-App nutzen, über die ebenfalls alle gängigen Fahrausweise gebucht werden können. Bei namentlich ausgestellten Handytickets ist auch ein amtlicher Lichtbildausweis mitzuführen.

U-Bahn-Fahrplan in Berlin

Der U-Bahn-Fahrplan ist in Berlin wie auch in anderen Weltmetropolen sehr eng getaktet, um bequemes und schnelles Reisen innerhalb der Stadt zu ermöglichen. Unter der Woche nimmt die U-Bahn in Berlin ihren Betrieb je nach Linie etwa ab 4:00 Uhr auf und stellt diesen etwa um 1:00 Uhr ein. In Abhängigkeit von der Tageszeit liegt die Taktung auf der U2 bei etwa 3 bis 4 Minuten in dichter Zugfolge und bei 15 Minuten im Wochenend-Nachtverkehr. Die U1 fährt auf ihrem Regelabschnitt jedoch im gewohnten 10-Minuten-Takt. Am Wochenende verkehren alle U-Bahn-Linien in Berlin mit Ausnahme der U4 in den Nächten Freitag/Samstag, Samstag/Sonntag und vor Feiertagen durchgehend im 15-Minuten-Takt.

Zu den Fahrplänen der Berliner U-Bahn-Linien:

U1 (PDF-Fahrplan ab 14. Dezember 2025; werktags endet die U1 inzwischen am Nollendorfplatz, nicht an der Warschauer Straße), U2, U3, U4, U5, U55 (seit 2020 in der U5; Fahrplan siehe U5), U6, U7, U8, U9

Wer sich unter der Woche nach Betriebsschluss der U-Bahn in Berlin fortbewegen möchte, kann die Metrotram (M-Linien) nutzen, die im 24-Stunden-Betrieb fahren. Nach 0:30 Uhr fährt die Metrotram in einer 30-Minuten-Taktung. Alternativ bieten sich die Nachtbuslinien N1, N2, N3, N5, N6, N7, N8 und N9 an, deren Routen sich in etwa an denen der U-Bahn-Linien orientieren.

Berliner U-Bahnhof der Linie 5

Weiterführende Informationen zur U-Bahn Berlin

Berlin Besucher könnten beim Abstieg zu den U-Bahnhöfen durchaus ein Déjà-vu erleben, denn einige waren bereits die Kulisse für zahlreiche bekannte Filme. Neben deutschen Produktionen wie „Otto – Der Liebesfilm“, „Emil und die Detektive“ und „Zeiten ändern dich“, wurden dort auch Hollywood-Blockbuster gedreht. Insbesondere der U5-Bahnhof Bundestag dürfte Filmfans aus Equilibrium und Resident Evil bekannt sein. Auch Matt Damon war im Rahmen des Drehs zum Thriller „Die Bourne Verschwörung“ bereits zu Gast in der Berliner U-Bahn.

In Zukunft könnte sich der U-Bahn-Plan in Berlin noch deutlich erweitern. Der Zusammenschluss der U5 und U55 wurde am 4. Dezember 2020 eröffnet. Jeder kann den fertiggestellten Abschnitt vom Alexanderplatz über den Bahnhof Unter den Linden bis zum Brandenburger Tor befahren. Der Berliner Senat hat die Fortführung der Planungen für eine Verlängerung der U8 von Wittenau bis zum Senftenberger Ring mit einer Station am „Märkischen Zentrum“ beschlossen. Der Lückenschluss der U1 unter dem Ku’Damm zum Adenauerplatz mit Umsteigemöglichkeiten zur U7 zählt zu den möglichen Maßnahmen für den fortgeschriebenen Nahverkehrsplan. Ferner wird aktuell auch die Verlängerung der U7 von Rudow über Schönefeld zum Flughafen BER erwogen.

Häufige Fragen zur U-Bahn Berlin

Wie komme ich mit der U-Bahn zum Flughafen BER?

Der Flughafen BER hat keinen direkten U-Bahn-Anschluss. Vom Berliner Hauptbahnhof fährt der FEX in etwa 23 Minuten zum Flughafenbahnhof unter Terminal 1. Alternativ erreichen Sie mit der U7 den Bahnhof Rudow und steigen dort in den Bus X7 um. Für die Fahrt aus der Innenstadt benötigen Sie ein ABC-Ticket.

Was kostet ein U-Bahn-Einzelfahrschein in Berlin 2026?

Ein Einzelfahrschein für den Tarifbereich Berlin AB kostet 4,00 Euro, ermäßigt 2,50 Euro. Er gilt ab Entwertung 120 Minuten in eine Richtung; Umsteigen ist erlaubt, Rund- und Rückfahrten sind ausgeschlossen. Für Fahrten zum Flughafen BER benötigen Sie den Tarifbereich ABC.

Gilt das Deutschlandticket in der Berliner U-Bahn?

Ja. Das Deutschlandticket kostet 2026 monatlich 63,00 Euro und gilt in der Berliner U-Bahn sowie im bundesweiten Nah- und Regionalverkehr. Es gilt nicht im ICE, IC oder EC. Das Abo ist monatlich kündbar; für nur einen Kalendertag wird es nicht angeboten.

Fährt die Berliner U-Bahn auch nachts?

In den Nächten Freitag/Samstag, Samstag/Sonntag und vor Feiertagen fahren acht U-Bahn-Linien durchgehend, nachts etwa alle 15 Minuten; die U4 gehört nicht dazu. Unter der Woche ersetzen die Nachtbusse N1, N2, N3, N5, N6, N7, N8 und N9 die entsprechenden U-Bahn-Linien.

Was ist aus der Berliner U55 geworden?

Die frühere U55 ist seit dem 4. Dezember 2020 Teil der U5. Die U5 fährt heute durchgehend zwischen Hauptbahnhof und Hönow und bedient dabei auch Brandenburger Tor und Bundestag. Eine eigenständige U55 und einen separaten U55-Fahrplan gibt es nicht mehr.

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