U-Bahn-Plan Hamburg 2026 – Karte, Tickets & Preise
Zuletzt aktualisiert: 1. Oktober 2026
Zuletzt aktualisiert: 1. Oktober 2026
Das U-Bahn-Netz in Hamburg wurde bereits im Jahr 1912 in Betrieb genommen und ist damit nach Berlin das zweitälteste in Deutschland. Im Vergleich zu typischen U-Bahn-Netzen anderer Metropolen unterscheidet sich die Hamburger Variante in einem wesentlichen Punkt: Der Großteil des 105,8 Kilometer umfassenden Netzes verläuft rund 61 Kilometer oberirdisch, unter anderem auf Dämmen und Viadukten. Außerdem handelt es sich nur bei 45 der 93 Bahnhöfe um Tunnelbahnhöfe. Deshalb heißt das von der Hamburger Hochbahn AG betriebene U-Bahn-Netz auch Hoch- und Untergrundbahn-System.
Die derzeit vier Linien sind mit dem Großbuchstaben „U“ gekennzeichnet, sodass sich die U-Bahn-Linien leicht von anderen Verkehrsmitteln unterscheiden lassen. Das Streckennetz erstreckt sich radial von der Innenstadt aus kommend, über die Hamburger Stadtteile, bis hinein in angrenzende Gemeinden. Mit der U-Bahn wurden allein im Jahr 2025 rund 291,2 Millionen Reisende transportiert. Bei Touristen besonders beliebt ist dabei die ringförmig um das Stadtzentrum verlaufende Strecke der U3 zwischen Barmbek und Wandsbek-Gartenstadt.
Die Hansestadt Hamburg ist seit jeher Deutschlands Tor zur Welt. Heute kommen aber längst nicht mehr nur Seebären an den Landungsbrücken an, denn Hamburg entwickelt sich durch seine Sehenswürdigkeiten wie der Elbphilharmonie zu einem Anziehungsmagneten für Touristen. Alleine zwischen 2006 und 2025 kletterte die Anzahl der Übernachtungen in Hotels und Ferienunterkünften von rund 7,2 Millionen auf rund 16,5 Millionen jährlich.
Da sich auch Übernachtungsgäste mit Hilfe der U-Bahn in Hamburg bewegen, steigt die Anzahl der Fahrgäste mit an: 2025 waren es rund 291,2 Millionen nach rund 290,0 Millionen im Jahr 2024. Wegen der radialen Ausrichtung des U-Bahn-Netzes lassen sich auch Sehenswürdigkeiten außerhalb des Zentrums wie der Tierpark Hagenbeck bequem mit der U-Bahn erreichen. Die Reisenden müssen sie sich zuvor jedoch mit dem U-Bahn-Plan in Hamburg sowie den Tarifstrukturen auseinandersetzen, aus denen sich der Preis für ein U-Bahn-Ticket ergibt.
Analog zu anderen deutschen Großstädten setzt auch Hamburg auf ein einheitliches Ticketsystem für den gesamten öffentlichen Personennahverkehr. In der Praxis bedeutet dies, dass ein einziges Ticket dazu berechtigt, neben den U-Bahnen auch Busse und die S-Bahn zu nutzen. Der U-Bahn-Plan in Hamburg ist Teil des hvv-Gesamtnetzes, das aus insgesamt acht Tarifringen besteht, die ausgehend vom Zentrum nahe der Alster von A bis H bezeichnet sind. Damit hängt der Preis für ein U-Bahn-Ticket in Hamburg von der Anzahl der Tarifringe ab, die bis zur Endstation durchfahren werden.
Wer die U-Bahn beispielsweise lediglich im Innenstadtbereich nutzen möchte, löst ein Ticket für die beiden inneren Tarifringe (Hamburg AB). Wer hingegen ab dem Zielbahnhof mit anderen Verkehrsmitteln weiter bis in Gemeinden im Umland wie Lüneburg fahren möchte, muss gleich beim Einstieg in die U-Bahn ein für die gesamte Fahrt bis Lüneburg gültiges Ticket lösen.
Die typischen Einzelfahrscheine berechtigen sowohl zur direkten Fahrt zum Zielbahnhof als auch zum Umstieg in gleicher Richtung, solange dieser auf direktem Weg zum Ziel erfolgt. Rundfahrten oder Rückfahrten in Richtung des Ausgangsbahnhofs sind hingegen nicht erlaubt. Neben Einzelkarten und ermäßigten U-Bahn-Tickets für Kinder zwischen 6 und 14 Jahren sind im Ticketsystem des Hamburger Verkehrsverbundes auch Tageskarten und Gruppenkarten erhältlich. Gruppenkarten sind dabei immer bis 6 Uhr des Folgetags gültig.
Besucher von Konzerten, Theatern, Musicals und anderen Veranstaltungen sollten vor dem Kauf eines U-Bahn-Tickets einen Blick auf ihre Eintrittskarte werfen. Ist darauf ein Hinweis wie „inkl. hvv“ oder das hvv-Logo zu sehen, kann es sich um ein Kombi-Ticket handeln. Dieses ist gleichzeitig eine Fahrkarte für Hin- und Rückfahrten in den Tarifringen A bis F. Besonders interessant für Touristen ist jedoch die Hamburg CARD. Das ist eine individuell anpassbare Fahrkarte, die als Einzel- oder Gruppenkarte mit Nahverkehr für ein bis fünf Tage erhältlich ist und zudem attraktive Rabatte auf über 150 touristische Angebote bietet.
| Ticket | Preis | Ticket kaufen |
|---|---|---|
| Einzelticket Hamburg AB | 4,10 Euro | zum Ticket hvv App Android · hvv App iOS |
| Einzelticket Kind Hamburg AB (6-14 Jahre) | 1,50 Euro | zum Ticket |
| Tagesticket Hamburg AB | 8,20 Euro | zum Ticket |
| Tagesticket Kind Hamburg AB | 3,00 Euro | zum Ticket |
| Tagesticket Gruppe Hamburg AB | 16,40 Euro | zum Ticket |
| Wochenticket hvv Gesamtnetz | 43,00 Euro | zum Ticket |
| Hamburg CARD Einzel 1 Tag mit Nahverkehr (Hamburg AB) | 12,90 Euro | zum Ticket |
| Hamburg CARD Gruppe 1 Tag mit Nahverkehr (Hamburg AB) | 24,90 Euro | zum Ticket |
Tickets für die Fahrt mit der Hamburger U-Bahn können wahlweise online am Computer, über die Smartphone-App des Hamburger Verkehrsverbundes (HVV) oder direkt am Ticketautomaten bezogen werden. Diese Automaten befinden sich in Hamburg in der Regel an jeder U-Bahn-Haltestelle.
Anders als in Städten wie Berlin muss ein am Automaten oder digital gekauftes U-Bahn-Ticket in Hamburg nicht gesondert entwertet werden; es muss beim Betreten des fahrkartenpflichtigen Bereichs bereits gültig sein. Print- und Handy-Tickets sind hingegen nur im Zusammenhang mit einem Reisepass, Personalausweis oder Führerschein gültig.
In Hamburg ist der U-Bahn-Fahrplan tagsüber sehr eng getaktet. Der Grundtakt bei allen vier U-Bahn-Linien beträgt 10 Minuten. Auf den besonders stark frequentierten Streckenabschnitten der Linien U2 und U3 im Innenstadtbereich sinkt der Abstand zwischen den Zügen montags bis freitags tagsüber auf einen 5-Minuten-Takt. Zu den Stoßzeiten im Berufsverkehr verkürzt sich der Takt auf manchen Streckenabschnitten sogar auf 2 bis 3 Minuten. Ab 23 Uhr gilt hingegen auf den meisten Linien ein 10-Minuten-Takt; nur die U3 fährt ab Barmbek über den Ring bis kurz nach Mitternacht weiter alle 5 Minuten.
Im Gegensatz zu anderen Städten ist der U-Bahn-Plan in Hamburg so gestaltet, dass sowohl in den Nächten vor Feiertagen als auch in den Nächten auf Samstag und Sonntag ein durchgehender Nachtverkehr besteht. Die Linienwege umfassen dabei auf der U3 den Ring und den Ast nach Wandsbek-Gartenstadt sowie auf der U4 die Strecke zwischen Billstedt und Elbbrücken. An den anderen Tagen stehen die Züge etwa zwischen 1 und 4 Uhr still. Wer auch unter der Woche nachts in der Hansestadt mobil sein möchte, kann auf die Hamburger Nachtbusse setzen. Sie fahren halbstündlich bzw. stündlich und sind in weiten Teilen des Hamburger Stadtgebiets unterwegs; die NachtBus-Linie 609 fährt beispielsweise ab U Billstedt montags bis freitags zwischen 1 und 4 Uhr halbstündlich.
Obwohl das U-Bahn-Netz in Hamburg vergleichsweise klein ausfällt, birgt es jedoch das eine oder andere interessante Geheimnis. So wissen beispielsweise nur wenige Menschen, dass erste Streckenabschnitte der Hamburger U-Bahn ab dem Jahr 1906 gebaut wurden. Sechs Jahre nach Baubeginn ging sie 1912 in Betrieb; in Berlin hatte der Bau bereits 1896 begonnen, und der Betrieb startete 1902.
Dass Hamburg heute noch eine Stadt der Moderne ist, beweist auch die U-Bahn. Denn seit 2017 sind die Bahnhöfe Mönckebergstraße, Rathaus, Rödingsmarkt, Baumwall, Landungsbrücken, St. Pauli, Feldstraße und Sternschanze entlang der Linie U3 mit kostenlosem WLAN ausgestattet. Nach der Ausweitung des kostenfreien WLANs auf alle damaligen 92 U-Bahn-Haltestellen im Jahr 2018 ist inzwischen auch der Bau einer weiteren Linie (U5) von Bramfeld über die Innenstadt bis Osdorf im Gange. Der Bau des ersten Abschnitts begann 2022; die ersten Fahrgäste sollen 2029 zwischen City Nord und Sengelmannstraße fahren; bis Bramfeld ist die Inbetriebnahme für 2033 vorgesehen.
Das Einzelticket Hamburg AB kostet regulär 4,10 Euro für Erwachsene und 1,50 Euro für Kinder von 6 bis 14 Jahren. Für eine Kurzstrecke zahlen Erwachsene 2,10 Euro.
Ja. Das Deutschlandticket kostet 2026 im hvv 63 Euro pro Monat und gilt in der U-Bahn, S-Bahn, im Bus sowie in weiteren Nahverkehrsmitteln. Es gilt nicht im ICE, IC oder EC.
Die U-Bahn fährt nicht direkt zum Flughafen. Sie können in Ohlsdorf von der U1 in die S1 umsteigen. Die S1 fährt vom Hauptbahnhof in etwa 25 Minuten zum Bahnhof Hamburg Airport unter den Terminals; Richtung Flughafen nutzen Sie die vorderen drei Wagen.
In den Nächten auf Samstag und Sonntag sowie vor Feiertagen fährt die U-Bahn durch. Unter der Woche stehen die Züge etwa zwischen 1 und 4 Uhr still; auf der U3 fährt der letzte Ringzug ab Barmbek montags bis freitags um 0:07 Uhr, der erste um 4:17 Uhr. In dieser Zeit fahren Nachtbusse, zum Beispiel die Linie 609 ab U Billstedt halbstündlich.
Die U5 ist im Bau. Auf dem ersten Abschnitt zwischen City Nord und Sengelmannstraße sollen 2029 Fahrgäste fahren. Bis Bramfeld ist die Inbetriebnahme für 2033 vorgesehen; die Strecke über die Innenstadt nach Osdorf wird weiter geplant.
Der HVV bietet seinen U/S/A/R-Plan mit Ausgabe vom 1. Juni 2026 unter „Netz- und Tarifpläne“ an. Er zeigt die U4 bis Elbbrücken sowie die S5. Der hier eingebettete PDF-Plan hat den Netzstand vom 11. Dezember 2016.
Diese Netzpläne könnten Sie ebenfalls interessieren – zum Vergleich oder für die nächste Reise: